Projekt 2019-2021
Am 1. Mai starteten wir in Indien mit unserem neuen 3 jährigen Projekt „VOICE“ Netzwerkarbeit in 20 rückständigen Dörfern im Distrikt Haridwar. Dort wird auch unser Beratungszentrums aufgebaut für Frauen und Mädchen in Not.

Im Einzugsgebiet dieser orthodoxen Dörfer sind Gewalt und sexuelle Übergriffe an der Tagesordnung. Das muss gestoppt werden! Selbstverteidigungstraining und Aufbau von Preasure-Groups, die sich zu einem Netzwerk VOICE zusammenschließen ist Teil unserer Arbeit. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit aus Solidarität mit benachteiligten Frauen und Mädchen.

Bereits nach knapp einem Jahr können wir über erste Erfolge berichten:
Ein leistungswilliges, motiviertes Mitarbeiterteam wurde professionell geschult, und aktuell 18 Frauen-SelbstHilfeGruppen und 18 Mädchen SelbstHilfeGruppen gebildet; weitere kommen hinzu. 30 erfahrene SHGs Frauen & Mädchen aus dem vorangegangenen BMZ Projekt unterstützen die neuen Gruppen mit ihrer Erfahrung in Stärkung der Rolle der Frau, Gleichheit und Gleichberechtigung, Rechte und Pflichten als verantwortungsbewusste Bürgerin sowie in wirtschaftlichen Fragen
wie z.B. Verbesserung der Fähigkeiten und Berufschancen. Entsprechend sind ein Teil des Projekts Arbeit beschaffende Maßnahmen; dazu wurden bisher 53 Schneiderinnen ausgebildet, die sich zusammenschließen werden und eine eigene Modekollektion vermarkten wollen. 40 junge Frauen wurden  professionell am PC geschult, was ihnen ermöglicht einen guten Job in einem Call-Center zu erhalten. Einige planen ein eigenes Internet-Cafe zu eröffnen. Diese ABM helfen finanziell unabhängig zu sein und stärken das Selbstbewusstsein.
In regelmäßigen Gesundheitscamps wurde der Dorfbevölkerung ein besseres Verständnis für Hygiene und Vorbeugungsmaßnahmen vermittelt sowie bei akutem Bedarf kostenlose Medizin ausgehändigt. Unter anderem wird bei der Gestaltung von Nationalfeiertagen wie der Independence Day eine Plattform geboten für Aufklärungs- und Netzwerkarbeit. 
Das Herz des Projekts ist das Beratungszentrum für Frauen in Not.
Eine Beraterin und ein Berater konnten bisher bereits in vielen Fällen lösungsorientiert intervenieren. Beide gehen zusätzlich regelmäßig in die Dörfer zu den SelbstHilfeGruppen um betroffene Frauen zu motivieren, aus der Ohn-macht und Hilflosigkeit aktiv auszusteigen. 
Wir sind auf einem guten Weg, die Situation von ca 30 000 benachteiligten Frauen mittel- und langfristig in den 20 Dörfern zu verbessern. Dafür brauchen wir weiterhin Ihre Mithilfe. Bitte unterstützen Sie gemeinsam mit uns Frauen in Not!